Faustball

3./4. September 2022

Fotogalerie

3. und 4. September 2022 in Kleindöttingen

 

Widnau und Diepoldsau sind Schweizer Meister

 

 

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Nachdem Widnau im Halbfinal mit dem Rücken zur Wand stand, zogen sie den Kopf aus der Schlinge und holen sich dank einem 4:3-Sieg über Wigoltingen den Schweizer Meistertitel. Aufsteiger Affeltrangen gewinnt Bronze.

Das Finalduell um den Schweizer Meistertitel in diesem Jahr lautete Wigoltingen gegen Widnau. Die beiden Teams, die auch in der Qualifikation am meisten Punkte gesammelt hatten, standen sich in Kleindöttingen im letzten Spiel des Tages gegenüber. In der Vorrunde konnten beide Teams je ein Direktduell gewinnen. Zudem hatten beide Equipen im Halbfinal zu kämpfen. Widnau musste einen 0:3-Rückstand gegen Neuendorf aufholen und Wigoltingen setzte sich gegen die starken Aufsteiger aus Affeltrangen nach hartem Kampf mit 4:2 durch. Es deutete also alles daraufhin, dass es ein ausgeglichenes Finalspiel geben würde.


Widnaus Wende nach strittigem Entscheid
Und genauso kam es auch. Die Startphase gehörte dem Qualifikationssieger aus Widnau. Sie starteten druckvoller und waren auch im Zuspiel präziser. Die Folge davon: Die Widnauer konnten sich eine 2:0-Satzführung erspielen. Doch dann drehte die Partie und die Wigoltinger kamen immer besser in Fahrt. Dank zwei starken Sätzen glichen sie das Spielgeschehen zum 2:2 aus. Alles wieder im offen in diesem tollen Finalspiel, in dem auch die Emotionen nicht fehlten.
Ende des fünften Satzes gab es eine strittige Schiedsrichterentscheidung. «Die hat uns so richtig geweckt», sagt Widnaus Captain Yanick Linder nach dem Spiel. Der Satz ging zwar noch an Wigoltingen, aber plötzlich waren die Widnauer wieder hellwach. Im Angriff punktete das brasilianische Duo Bruno Arnold und Juliano Fontoura wieder zuverlässig. So konnten die Widnauer zum zweiten Mal an diesem Wochenende einen Rückstand aufholen und über die volle Distanz mit 4:3 gewinnen. «Wir sind eine Stimmungsmannschaft, das konnten wir heute wieder zeigen. Nach einem solchen Kampf Schweizer Meister zu werden, ist umso schöner», so Linder.

Affeltrangen holt Bronze
Im Bronzespiel kam es zum Aufeinandertreffen zwischen Neuendorf und Aufsteiger Affeltrangen. Die beiden Teams haben sich im August bereits zwei Mal duelliert und beide Mal konnte sich die Equipe aus Neuendorf durchsetzen. Und auch im Bronzespiel erwischten sie angeführt von Angreifer Dominik Rhyn den besseren Start. Mit 11:7 holten sie sich den ersten Satz und konnten nach dem Satzausgleich ein zweites Mal vorlegen. Doch je länger die Partie dauerte, desto stärker wurden die Aufsteiger aus Affeltrangen. Mit 11:9, 12:10 und 11:7 gewannen sie die Sätze vier bis sechs und krönen damit ihre äusserst starke Saison mit der Bronzemedaille.

 

Resultate:
Männer. Nationalliga A. Final4-Turnier, in Kleindöttingen, Halbfinals: Widnau vs. Neuendorf 4:3 (6:11, 8:11, 8:11, 11:5, 11:6, 11:5, 12:10), Wigoltingen vs. Affeltrangen 4:2 (10:12, 11:8, 11:4, 9:11, 11:8, 15:14). – Bronzematch: Affeltrangen vs. Neuendorf 4:2 (7:11, 11:7, 8:11, 11:9, 12:10, 11:7). – Final: Widnau vs. Wigoltingen 4:3 (13:11, 11:5, 6:11, 8:11, 9:11, 11:8, 11:7)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Team aus Diepoldsau ist weiterhin das Mass aller Dinge im Schweizer Frauen Faustball. Sie schlagen Jona im Final mit 3:1. Die Bronzemedaille sichert sich Kreuzlingen.  

Die Kräfteverhältnisse im Schweizer Frauen Faustball bleiben bestehen: Schon am Samstag in den Halbfinalspielen setzten sich die favorisierten Equipen klar durch. Sowohl Jona gegen Neuendorf als auch Diepoldsau gegen Kreuzlingen gewannen jeweils mit 3:0 und machten somit das erwartete Finalspiel klar.
Den besseren Start ins grosse Finale im Kampf um den Schweizer Meistertitel erwischte ganz klar Diepoldsau. Das Team um Angreiferin Tanja Bognar powerte von Beginn an und überfuhr die Jonerinnen in der Anfangsphase richtiggehend. Gleich mit 11:4 holten sich die Titelverteidigerinnen den ersten Satz.

Umkämpftes Ende
Und auch im zweiten Durchgang war für die Jonerinnen wenig zu holen. Immerhin waren sie beim 7:11 etwas näher dran. Wer allerdings dachte, dass das Spiel in dieser Manier weitergehen würde, der hatte sich getäuscht. So leicht wollten sich die Jonerinnen aber nicht abfertigen lassen. Sie kämpften sich zurück ins Spiel und schafften es tatsächlich, den dritten Satz mit 11:9 für sich zu entscheiden. Und auch im vierten Satz konnten sie das Spielgeschehen in der Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Doch je länger der Satz dauerte, desto stärker wurden die Diepoldsauerinnen. Mit 11:7 holten sie sich den vierten Durchgang und konnten sich damit über den dritten Feld-Schweizer-Meistertitel in Folge freuen. «Nach den ersten zwei Sätzen wurde das Spiel richtig umkämpft. Wir mussten alles zeigen, um diese Partie letztlich zu gewinnen», so Diepoldsaus Captain Eva Lässer, die ihr letztes Spiel für die erste Mannschaft von Diepoldsau bestritt.

Kreuzlingen gewinnt überraschend deutlich
Im kleinen Fall standen sich Kreuzlingen und Neuendorf gegenüber. Zwei Teams, die sich in den letzten Jahren etliche hart umkämpfte Duelle geliefert hatten. Und so ging man davon aus, dass auch dieses Bronzespiel ein offener Schlagabtausch werden würde. Das war aber bloss in der Anfangsphase der Fall. Die Neuendörferinnen erspielten sich im ersten Satz zwei Satzbälle, mussten diesen dann aber doch mit 12:14 abgeben.
Danach fanden die Neuendörferinnen nicht mehr zurück ins Spiel. Sie bekundeten Probleme bei der Annahme, die Zuspiele waren nicht präzise genug und im Angriff schlichen sich auch einige Fehler ein. So liefen die Kreuzlingerinnen nie mehr Gefahr, diese Partie aus den Händen zu geben. Mit 11:6, 11:6 holten sie sich auch die Sätze zwei und drei und konnten sich so über die Bronzemedaille freuen.

 

Resultate:
Frauen. Nationalliga A. Final4-Turnier, in Kleindöttingen, Halbfinal: Diepoldsau vs. Kreuzlingen 3:0 (12:10, 11:7, 11:3), Jona vs. Neuendorf 3:0 (11:4, 11:7, 11:6). –Bronzespiel: Kreuzlingen vs. Neuendorf (14:12, 11:6, 11:6). – Final: Diepoldsau vs. Jona 3:1 (11:4, 11:7, 9:11, 11:7).

von Fabio Baranzini / Swiss Faustball