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2012 Bei «Aprilwetter ins Simmental verreist

KLEINDÖTTINGEN (sk) – 18 Turnkollegen haben das letzte Wochenende in Lenk verbracht – bei Regen, mit Schnee und Sonnenschein – und das alles nicht im Frühling, sondern die ersten beiden Septembertage

Früh ab Morgen, schon auf 6.10 Uhr,  haben Reiseleiter Marco und Reto ihre Männerriege-Kollegen zum Bahnhof Döttingen beordert. Im Zug Richtung Bernbiet haben die beiden mit «Gipfeli» und Geist aus der Flasche, sprich Weisswein, die letzten «Schlafläuse» der Kollegen vertrieben. In Lenk waren es nur ein paar Schritte bis zum Hotel Garni Alpenruh, wo alle das grosse Gepäck deponieren konnten. Es regnete und alle genossen den wärmenden Kaffee im Restaurant. Das geplante «Bräteln» hat Marco am Vortag gecancelt und dafür im Restaurant Wallegg reserviert. Der Regen hatte aufgehört und so konnte die eine Hälfte trocken zum Restaurant hoch. Die Restlichen wurden bequem mit einem Taxi chauffiert. Die Käseschnitten haben allen prima geschmeckt, sodass fast alle zu Fuss durch die Wallbachschlucht wieder ins Dorf zurück marschierten.

Regenfall und Simmenfälle
Am Nachmittag standen die Herren dann infolge eines technischen Defekts der Luftseilbahn 20 Minuten wartend bei der Gondelstation. Oben angekommen «schüttete es wie aus Kübeln» - also nichts wie rein in die Beiz. Beim »Töggele» und Jassen warteten Sie auf das Ende des Wolkenbruchs, denn stundenlang «pflotschnass» durch die Gegend wandern, das muss nicht sein. Als der Regen endlich nachliess, war es schon zu spät für die grosse Wanderung. So schwebten alle mit der Seilbahn hinunter ins Tal und marschierten im Tal zu den tosenden Simmenfällen. Die «Rösslipost» kutschierte die in Jacken und Decken gehüllten Mannen zurück ins Dorf. Umgezogen und frisch geduscht genossen sie ein super feines, reichliches Nachtessen im Hotel Restaurant Kreuz. In den Bars haben die alkoholkundigen Turner den süffigen «Hugo» kennen gelernt. Recht früh, ging fast die ganze Truppe ins Bett, spätestens um 1 Uhr nachts – nur «Hubi» diskutierte noch hitzig mit Fremden und zog mit denen noch durch die Nacht bis morgens um halb fünf.

Programmänderung durch Schnee auf dem «Leiterli»
Auch am Sonntag mussten alle früh aus den Federn. Auf dem Betelberg auf 2000 Metern lag ein Hauch Schnee, daher beschlossen Marco und Reto, das Programm umzustellen. So fuhren sie zuerst mit dem Postauto hinauf zum imposanten Iffigfall und wanderten bei Sonnenschein von dort zurück nach Lenk, vorbei am schönen Lenkerseeli, zur Talstation Betelberg. Die 6er-Gondeln beförderten alle hoch zur Mittelstation Betelberg.

«Sünnele» beim Mittagessen beim Berggasthaus Stoss
Keiner hätte gedacht, dass die Sonne so wärmt und lacht. Bei stahlblauem Himmel konnten sie auf der Sonnenterrasse hemdsärmelig schlemmen und sonnenbaden. Jetzt erst durften alle hoch zur Bergstation «Leiterli». Trotz Schneeflecken, die immer noch auf der Wiese lagen und matschigen Wegen wanderten alle ein Stück des Höhenweges, die einen kürzer, die anderen etwas länger … da waren's nur noch fünf.  Die Botanikstunde der Alpenblumen auf dem Alpenblumenweg fiel leider aus. Und wie bei den «10 kleinen Negerlein» fanden sich alle wieder zurück beim Berggasthaus Stoss und waren glücklich vereint.

Faszinierende Hügel -  hoch oder üppig
Schwebend fuhren sie wieder hinunter ins Tal und kehrten noch einmal im Restaurant ein, wo sie am Vortag Kaffee getrunken hatten, denn beim Vorbeigehen hatten sie dem «Frölein» schon zugewinkt und versprochen noch einmal vorbei zu kommen. Aber zuerst mussten sie sich umziehen und das Reisegepäck holen. Fazit:  Nicht nur grosse Berge faszinierten die «Herren der Schöpfung», sondern auch die grossen weiblichen Hügel des «Fröleins». Zum Schluss haben sie dort noch auf die gelungene Reise angestossen und das letzte Reisegeld «verputzt». Als die Reisenden kurz nach 21 Uhr in Döttingen eintrafen, warteten einige Frauen schon auf ihre Gatten und beförderten sie schnurstracks nach Hause. Die anderen liessen die Vereinsreise im Restaurant Bistro in Kleindöttingen noch gemütlich ausklingen, bevor sie nach Hause trotteten.

Rüge an Petrus, Dank an Marco und Reto
Dass Petrus nicht das bestellte Wetter lieferte, dafür können die beiden Organisatoren nichts. Dass die Reise trotz Wetterkapriolen ein tolles Erlebnis war, ist Marco und Reto zu verdanken. Alle, die mit dabei waren, werden sich gerne an dieses Wochenende zurückerinnern und die Reisefotos auf der Website der Männerriege bestaunen (www.maennerriege-ek.ch) Alle sind gespannt, wohin die Reise das nächste Mal führt.