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2011 Vereinsreise in die Innerschweiz
         «Coole» Reise mit heissen Köpfen auf heissen Sohlen

KLEINDOETTINGEN (sk) – 19 Turner der Männerriege Eien-Kleindöttingen verbrachten bei tropischen Temperaturen am vergangenen Wochenende zwei erlebnisreiche Tage in und um Luzern.

Kurz nach sieben in der Früh standen die Herren voll bepackt und gut gelaunt auf dem Perron in Döttingen. Im Zug von Baden nach Zürich verteilte Marco den Kollegen ein feines, frisches Gipfeli vom Beck, damit alle ein bisschen „Boden“ im Magen hatten, bevor er zwischen Zürich und Luzern dann den obligaten „Ueli-Wy“ zum Anstossen aus dem Rucksack kramte. Damit es in der Hotellobby nicht zu Rangeleien kam, wurde die Zimmerverteilung und wer nun mit wem im gleichen Zimmer nächtigen darf oder muss, schon im Zug ausgejasst. Nach anderthalb Stunden Fahrt waren es nur ein paar Schritte zum Hotel Alpina, wo die Turner die grosse Last deponierten durften – hoch oben im 5. Stock in Zimmer 51! Sportlich stiegen einige die Treppen hoch, schliesslich waren sie auf der Turnerreise!

Gaudi beim Rodeln

Der Bus beförderte die Gruppe nach Kriens und die Pilatus-Gondel hinauf zur Fräkmüntegg. Das erste Ziel war in Sicht: Die 1350 m lange Sommerrodelbahn. Fast alle haben die rasante Fahrt ein- bis viermal genossen. Nur Marco war beim zweiten Mal wohl ein bisschen zu mutig. Ihm ist der Schlitten in einer Kurve weggerutscht und umgekippt. Ein paar Schürfwunden an Ellbogen und Knie hat er von da mit nach Hause genommen. Mit 43 km/h waren sie doch recht schnell den Kennel hinunter gesaust. Auf der Sonnenterrasse des Restaurants wurden sie zum Mittagessen von einer Ungarin bedient, die bei unserem „Schwizerdütsch“ nur „Bahnhof“ versteht. Dank des Chefkellners hat dann doch alles tiptop geklappt. Mit der Gondel schwebten sie danach bequem hinauf nach Pilatus Kulm.

Flache Wanderung mit steilem Aufstieg?

In einer guten haben Stunde wanderten die Mannen von Kulm auf dem Panoramaweg zum Aussichtspunkt auf dem Tomlishorn, aber nicht nur flach wie Marco versprochen hatte, sondern mit einem kurzen, steilen Anstieg am Schluss.

Zurück auf Kulm stiegen bis auf zwei Streikende die Treppen hoch zum Oberhaupt um den versprochenen 360° Rundblick und den Apéro zu geniessen. Drei Flaschen kühler Weisswein und zwei Liter kühles Mineralwasser fanden reissenden Absatz. Gott sei Dank hatte Marco die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn Europas vorreserviert, denn eine riesige Menschenschlange stand davor. So musste Marco nur seine Schäfchen zusammentrommeln und alle durften legal die verdutzen Leute überholen und einsteigen. Müde haben einige im Zug nach Luzern vor sich hingedöst.

Rotes Gummiboot erstanden für 5 Franken pro Nase

Munter und frisch geduscht mussten alle pünktlich um 18 Uhr vor dem Hotel bereit stehen. Keiner wusste, was nun passieren sollte. Am Schiffsteg hiess es dann einsteigen und Platz nehmen. Die dreistündige Fahrt über den See mit dem Spaghetti-Plausch haben alle sehr genossen. Auf dem Schiff waren noch viele „Girls“, eines Polterabend und die Braut musste ein rotes Gummiboot an den Mann bringen. Kurzerhand wurde beschlossen, dass jeder Herr einen Fünfliber zücken soll. So kam jeder zu einem Braut-Küsschen und der Verein ist um ein Boot reicher! Das Boot wird zurzeit bei Othmar gelagert und kann dort ausgeliehen werden!

Nach der Nachtessenrundfahrt sollte auch Sämi zur Gruppe stossen. Der hat aber den falschen Zug erwischt und ist anstatt nach Luzern nach Bern gefahren.

Überall Menschen – Touristen und Ausgehfreudige

Zusammen wollten die Herren den Abend bei einem Bier ausklingen lassen. Aber alle Beizen waren voll und nirgends Platz für die lieben Aargauer. Einige sind dann zurück zum Hotel und andere fanden im Schlosskeller noch eine Ecke um ein Bierchen zu schlürfen. Gegen Mitternacht setzten sie sich dann vor dem Hotel noch in die Trottoir-Beiz. Die Herren staunten nicht schlecht über so viel Betrieb zu so später Stunde und immer staksten junge Girls (und auch Boys) vor ihren Nasen hin und her. „Das schwarze Schaf“ und „das weisse Schaf“ kannten die älteren Semester bis dato halt noch nicht, das sind Ausgangsziele der jüngeren Generation. Vermutlich ist diese Unterhaltung im Weissweinpreis inbegriffen, denn für einen halben Liter mussten sie 40 Franken hinblättern.

Schlafen auf dem Balkon

Ernst Zöbel, Kurt Weber und Marco Kaiser zogen dann nochmals durchs Quartier und verdrückten auf der Gasse eine schnelle Pizza. Gegen 1.30 Uhr fanden auch sie zurück zum Hotel. Ruhig gelegen ist das Hotel nicht und heiss war es in den Zimmern auch. Aber alle haben wunderbar geschlafen. Schlussendlich auch Sämi, dem es im 3er-Zimmer zu heiss war und kurzerhand seine Matratze auf den Balkon schleppte und unter dem Sternenhimmel träumte.

Keine Wolken und trotzdem Tropfen?

Nach dem Zmorge setzten sich einige wieder vors Hotel staunten nicht schlecht über die unverhoffte Berieselung von oben. Präsident Mäni sorgte für die frische Abkühlung. Um 9 Uhr tuckerten sie 1. Klasse mit Gipfeli über den Vierwaldstättersee bis nach Beckenried. Mit der Gondel schwebten sie hinauf zur Klewenalp, mit Frohnatur Chäs König singend und jodelnd, nicht zur Freude von Reto’ s Ohren. Andere Gäste haben froh mit eingestimmt und sich so für die Jodlermesse auf der Alp eingesungen. Nach einem Marsch, vorbei an der Jodlermesse und mit einem Halt fürs Gruppenfoto, gab es im Restaurant Tannebühl schon das Zmittag. Die meisten hatten aber noch volle Bäuche und bestellten nur eine halbe Portion.

Gute Wanderschuhe einpacken und keine altersschwachen

Marco hatte vor der Reise betont, dass sie für die Wanderung auf dem Wildbeobachtungspfad nach Niederbauen gute Wanderschuhe anziehen sollen. Das hatte sich Fritz zu Herzen genommen und die hohen Wanderschuhe eingepackt. Doch oh weh, unterwegs zur Stockhütte hatte sich eine Schuhsole heiss gelaufen und sich verabschiedet. Hans Eugster konnte die Latschen mit einer Schnur notdürftig flicken. Er wollte Fritz nicht alleine loszotteln lassen. So ist er mit ihm zur Stockhütte marschiert, hat ihn dort ins Bähnchen gesetzt und ist alleine nach Emmetten hinunter marschiert.

Kein Wein – nur Wasser zur inneren Kühlung

Der Rest der Läufergruppe wanderte weiter Richtung Mättenmatt. Die Sonne brannte und alle schwitzen. Zur Kühlung half da nur Wasser. Der von Reto mitgeschleppte Weisswein wurde verschmäht und nicht angerührt. In verschiedenen Gruppen sind sie hinabgestiegen nach Niederbauen, wo sie den Durst stillen und die herrliche Aussicht geniessen konnten. Die kleine Gondel beförderte alle zurück nach Beckenried, einige eher, andere fast zu spät. Glücklicherweise hatte der Postautochauffeur auf die letzten gewartet.

Einige Kollegen hatten sich für die bequemere Variante entschieden und sind zurück zur Gondelstation, haben die Murmeltiere beobachtet und sind mit der Seilbahn zurück nach Beckenried, nur Vik und Kari dieser Truppe wollten beweisen, dass sie gut drauf sind und problemlos die 1200 Höhenmeter hinunter wandern können.

In Beckenried war die Gruppe dann wieder vollständig beisammen und gemeinsam konnten sie die Heimreise antreten. Im Zug haben einige bemerkt, dass auch Toni nicht die neuste Fussbekleidung dabei hatte, denn auch seine Wanderschuhe haben begonnen, die Sohlen abzustreifen.

Um 20.38 stiegen alle wohlbehalten in Döttingen aus dem Zug. Alle haben sich auf den Heimweg gemacht, einige mit einem Schlummertrunk-Halt beim Bistro in Kleindöttingen.

Ein herzliches Dankeschön für die Organisation der schönen Reise gebührt Reto und Marco. Dass sie bei Petrus so schönes Wetter bestellten ist toll, nur mit der Temperatur haben sie es zu gut gemeint.