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2009 Vereinsreise in die Urschweiz

KLEINDOETTINGEN (sk) – 17 Turner der Männerriege Eien-Kleindöttingen übten am vergangenen Wochenende mehrmals das Umsteigen  beim öffentlichen Verkehr! Ihr Reiseziel: Schwyz, Altdorf und Erstfeld.

Beim ersten Hahnenkrähen mussten die Herren noch nicht aus den Federn; sie konnten sich noch einmal umdrehen, denn Hubert Meier hat die muntere Schar erst auf 7.49 Uhr zum Bahnhof Döttingen beordert. Damit alle in die Gänge kamen, holten Ueli Eckert und Marco Kaiser im Zug dann einige Flaschen Weisswein aus den Rucksäcken und stiessen mit einem Prosit an auf die lange ersehnte Vereinsreise. Beim Kaffeehalt in Seewen fütterten sie ihre Mägen zum Neutralisieren mit Kaffee und Gipfeli. Nach einer halben Stunde hiess es dann: ‚Bitte einsteigen’, der Bus fährt ab nach Schlatti im Muotathal. Die Wetterfesten unter ihnen vergnügten sich trotz Nieselregen eine Stunde auf dem Witzwanderweg mit urchigen Muotathaler Witzen.

Der Wetterprophet und die Frauen

Nach dem Mittagessen tauchte der vollbärtige Muotathaler Wetterprophet im Restaurant Fluhof in Ried auf. Ohne Geheimnisse auszuplaudern, berichtete dieser, wie er zu seinen Prognosen komme. Er beobachte Mäuse und Frauen. Wenn sein Bart anfange zu „füüre und chützle“ stände er im Magnetfeld einer wetterfühligen Frau, die er dann beobachte. Was genau hat er leider nicht verraten. Einer der Herren wollte dann wissen, ob es Schlechtwetter bedeute, wenn seine Frau mit einem vollen Einkaufswagen vom Posten nach Hause komme. Die Antwort des Wetterpropheten: „Nein, nein, dann haben Sie Ihrer Frau zuviel Haushaltgeld mitgegeben!“ Der Muotathaler gestand, dass er das Sommerwetter schlecht vorhergesagt habe, das läge daran, dass er vermutlich ein schwules Mäusepaar im Visier hatte. Für eine knappe halbe Stunde setzten sich die Mannen dann in den Bus nach Schwyz.

Sackmesserausstellung oder Bundesbriefmuseum

12 Herren marschierten zu Victorinox und bestaunten verschiedenste, Kult gewordene, rote Klappmesser mit dem Schweizerkreuz. 5 Turner liessen sich kundig durchs Bundesbriefmuseum führen.  Danach hiess es wieder: Bitte einsteigen! Mit Zug und Bus gelangten sie nach Altdorf, wo im Hotel ‚Höfli’ Zimmer reserviert waren.

Auch Männer haben einen Blick fürs Schöne!

Das Nachtessen wanderte einfach in den Mund. Aber die wunderschöne Tischdekoration wurde eingehend bestaunt. Kleine ‚Bennnä’ und ‚Leiterwägeli’ mit Rosen dekoriert wurden befingert und beäugt! Wären ihre Angetrauten dabei gewesen, hätten sie sich das bestimmt nicht getraut. Am Abend klopfte ein Grüppchen einen Jass und die restlichen waren auf Beizentour und tröpfelten nach und nach wieder beim Hotel ein.

Vermisst wird: 1 Brillenglas!

Am nächsten Morgen hatte der Reiseleiter Hubert Meier nur noch den halben Durchblick, denn in seiner Brille steckte nur noch ein Glas. Wann und wo er das andere verloren hat – keiner weiss es! Gott sei Dank: Sonnenschein war angesagt  und er konnte sich die Sonnenbrille darüber stecken, damit das Malheur nicht allen gleich ins Auge stach. Nach dem Frühstück brauchten einige dann noch einmal Kaffe und zwar auf dem Balkon des Café ‚Egghus’. Bald kommt der Bus! Aber wo ist der ‚Chäskönig’?  Da sie ja zum Mittagessen zurückkehren würden und keiner eine Ahnung hatte, fuhren sie einfach ohne ihn nach Erstfeld.

Besichtigung der NEAT-Baustelle

Dem interessanten Vortrag lauschten einige andächtig mit geschlossenen Augen. Es lässt sich nur vermuten, dass sie noch nicht ganz ausgeschlafen waren und nicht einmal der zweite Kaffee Abhilfe geschaffen hatte. Der Rundgang durch die Grossbaustelle war sehr informativ.

Als sie zurück in Altdorf waren, kam auch ihr Kollege wieder zum Vorschein. Nach dem Zmorge hatte er die Zeitung gelesen und gedacht, dass der Bus gleich vor dem Hotel abfahre und nicht bemerkt, dass seine Kumpels sich auf den Weg machten. Von Altdorf nach Flüelen sind sie für dieses Wochenende das letzte Mal Bus gefahren.  

Wandern oder Riesenkristalle bestaunen

Ein Drittel der Gruppe zog es zur Alten Kirche. Nicht um zu beten, sondern um sich die weltweit einmaligen, klaren Rauchkristalle von einem Meter anzuschauen, die im Sommer 2005 beim Planggenstock (UR) gefunden wurden und dort ausgestellt sind. Die anderen sagten sich: Bei Sonnenschein gehört ein bisschen Wandern zu einer Turnerreise und marschierten auf dem ‚Weg der Schweiz’ nach Isleten. Mit einem Raddampfer tuckerten sie dann über den See nach Brunnen. Auf dem Bahnhof schleckten die meisten noch eine Glacé, bevor sie die SBB zurück nach Döttingen beförderte. Im Restaurant Aarhof versammelte sich die Herrenrunde noch zu einem Schlusstrunk. Ein Dankeschön an Heinz Arber, der dazu zwei grosse Aufschnittplatten spendierte.

Die ganze Reiseschar dankt Hubert Meier für die Organisation und die Begleitung der interessanten Vereinsreise, die ihnen allen in bester Erinnerung bleiben wird.